Beginn des Impressums
Amt der VELKD    » mehr
Zentrale: 0511 / 27 96 - 0   
Herrenhäuser Str. 12
30419 Hannover

Pressestelle
Tel.: 0511 / 27 96 - 526
Fax: 0511 / 27 96 - 182

  • ABC
  • Schriftgröße Normal.
  • Schriftgröße Groß.
  • Schriftgröße Größer.
Information in English
Unser Selbstverständnis
Startseite

Vom Sonntag her leben - Die Trinitatiszeit

1. Sonntag nach Trintitatis

Es war aber ein reicher Mann: Die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus, die als Evangelium diesen Sonntag "regiert" (Lk 16,19-31), hat viele Facetten. Mit Recht legt die Epistel 1 Joh 4,16b-21 den Akzent auf die Gottes- und Bruderliebe, die untrennbar zusammen gehören: »Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe« (V. 21). Keine Auslegung des Evangeliums kommt an diesem Satz vorbei. Die alttestamentliche Lesung zitiert das Schema, das Grundbekenntnis Israels, und knüpft damit an einen anderen Aspekt des Evangeliums an: »Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören« (Lk 16,29).

Das zweite Tagesgebet versucht, beide Aspekte miteinander zu verbinden: »Hilf, dass wir deine Stimme unterscheiden von den vielen anderen Stimmen, die auf uns einreden, damit unser Leben dir gehöre, getragen und geformt von deiner Liebe...« Legt man das Evangelium im Lichte des Eingangspsalms aus, ergeben sich ebenfalls überraschende Zusammenhänge: »Sieh doch mein Elend und errette mich; denn ich vergesse dein Gesetz nicht ... erquicke mich durch dein Wort« (Ps 119). Hört man genau hin, begegnen auch im wuchtigen Wochenlied EG 124 Motive des Evangeliums und der Epistel (»..an unserm Ende«; »...von Herzen einander lieben«). Das dritte Tagesgebet trifft dagegen kaum den ›Ton‹, den das Evangelium vorgibt, und auch der Wochenspruch Lk 10,16 verengt im Grunde das Spektrum der Geschichte auf einen, freilich wichtigen Aspekt.

Liturgische Farbe: grün
Evangelium: Lk 16,19-31
Predigt: 1 Joh 4,16b-21
Wochenlied: Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)

Wochengebet für den 1. Sonntag nach Trinitatis
(6. Juni 2010)

Gott ist die Liebe.
Gottes Liebe hat die Kraft, die Welt zu verwandeln und zu erneuern.
Lasst uns um die göttliche Kraft der Liebe bitten.
Du Gott der Liebe – erneuere diese Welt durch deine Liebe.

Erfülle mit Liebe alle Verantwortlichen in unserem Land,
damit sie weise werden.
Schenke ihnen Liebe bei der Suche nach einer Bundespräsidentin oder einem Bundespräsidenten.
Gib ihnen Liebe zu den Menschen in ihren Spar-Entscheidungen.
Wir rufen:
Du Gott der Liebe – erneuere diese Welt durch deine Liebe.

Mache die Liebe stärker als alle Feindschaft,
damit es Frieden wird,
in Israel und Gaza,
in Afghanistan,
im Irak,
in aller Welt.
Mach die Liebe stärker als Gier und Hass,
damit alle Kinder dieser Erde friedlich aufwachsen.
Mache die Liebe stärker als die Unterdrückung,
damit der Glaube an dich frei bekannt werden kann.
Mache die Liebe stärker als den Tod.
Nimm dich der Verfolgten und Ermordeten an,
erbarme dich in Liebe der Christinnen und Christen in der Türkei und ihres ermordeten katholischen Bischofs.
Wir rufen:
Du Gott der Liebe – erneuere diese Welt durch deine Liebe.

Lindere in deiner Liebe alle Not,
bei den Armen und Bedrängten in unserem Land,
bei den verzweifelten Menschen in Fernost, die unsere Luxusgüter produzieren.
Schließe durch deine Liebe alle Wunden.
Heile die Geschlagenen und Vergewaltigten.
Mache die Selbstheilungskräfte deiner Schöpfung stark.
Mach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ein Ende.
Wir rufen:
Du Gott der Liebe – erneuere diese Welt durch deine Liebe.

Gib deiner Kirche Liebe,
untereinander, damit sie zur Einheit findet.
Gib ihr Liebe zu den ihr anvertrauten Menschen.
Lass sie Worte der Liebe sprechen
und Taten der Lieben tun.
Wir rufen:
Du Gott der Liebe – erneuere diese Welt durch deine Liebe.

Christus hat uns den Weg der Liebe gezeigt.
Durch ihn loben wir Gott und vertrauen auf die Kraft des Heiligen Geistes.
Heute und alle Tage. Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen